Corporate Design & Logoentwicklung,  Nature & Themes,  VIEW

Kitzrettung im Drohnenflug

Wie Jäger und Freiwillige mit Drohnen und Wärmebildkamera Wildtiere vor dem Mäh-Tod retten

Drohnen – Support aus der Luft

Zugegeben, Drohnen haben (bislang) nicht den besten Ruf. Das liegt aber vermutlicher eher an aufdringlichen Freizeit- und Kamikazefliegern, die den Wunsch nach Privatsphäre, Datenschutz und Reglementierung wieder haben aufflammen lassen. Dabei sind Drohnen nämlich, unabhängig mal vom Faktor Mensch, äußerst nützlich: Zum Beispiel im Natur- und Artenschutz bei der Kitz- und Jungwildrettung.



Mahdzeit ist Brut- und Setzzeit

Zeit für den ersten Schnitt – Landwirte mähen ihre Weiden, um Heu oder Silage für den Winter zu gewinnen. Zeitgleich ist aber auch Brut- und Setzzeit, viele Säugetiere und Vögel haben ihre Nester und Gelege im oft hohen Gras, gut versteckt vor hungrigen Prädatoren. Spagat, der sich jährlich wiederholt. Um beiden Bedürfnissen gerecht zu werden, arbeiten Jäger und Landwirte zusammen, um die Flächen nach Jungtieren und Gelegen abzusuchen. Leichter gesagt als getan.



Drohnen in der Dämmerung

Morgens, spätestens um 4 Uhr geht es los – Helfer der Kitzretter müssen „nachtaktiv“ sein. Zu dieser Zeit gelingt es am ehestens auf den hektargroßen Flächen mittels Drohne und Wärmebildkamera Kitz & Co aufzuspüren. Nur jetzt, bevor die aufgehende Sonne die Landschaft erwärmt, zeichnen sich die wärmeren Tierkörper und Gelege auf dem Display ab.

So läuft es auch beim „Natur- und Wildtierverein Wallsbüll e.V.“

Nach einer Sichtung auf dem Display durchkämmen die freiwilligen Helfer, dirigiert vom Drohnenflieger, die Fläche. „Oft steht der Sucher direkt neben dem Gelege und sieht nichts, so hoch ist das Gras, so gut verstecken sich die Tiere“, sagt Leif Sönnichsen, der das Projekt als Jäger und Drohnenführer im „Natur- und Wildtierverein Wallsbüll e.V.“ leitet. Und auch auf dem Display erkennt nur ein geschultes Auge die kleinen hellen „wärmeren“ Punkte.


Erfolgreiches Engagement: Neben Hasenjungen, Igel und Kitzen (siehe Bilder) wurden in Saison 2024 u.a. auch Küken von Kiebitz und Feldlerche vor dem Mähtod gerettet.

Sichtbarmachen – das gilt auch für die Arbeit der Helfer

Wer sich nun auch engagieren möchte, darf sich gerne beim „Natur- und Wildtierverein Wallsbüll e.V. melden und seinen Support in monetärer Form ausdrücken.

Unsere Arbeit ist (erstmal und gern) geschehen: Die neue „gebrandete“ Spendenbüchsenserie steht bereit. Auf Veranstaltungen wird das frische Logo des „Natur- und Wildtierverein Wallsbüll e.V.“ hoffentlich helfen, das Engagement für die Wildtierrettung sichtbar zu machen.

Danke, sagen Kitz´und Hase 😉
Wir sagen, bitteschön Bambi – pro bono.

Bildquellen: Natur- und Wildtierverein Wallsbüll e.V.

Gerne teilen